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Geschrieben von: Dir. Mag. Hildegard Kribitz   

 

 

MITTEILUNGEN DER DIREKTORIN

 


 

 

BESTANDSAUFNAHME 2014

 

 

Wenn das Kalenderjahr zu Ende geht, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen bzw. eine Bestandsaufnahme zu machen und gleichzeitig voraus zu schauen.


Was hat sich im Jahr 2014 in der Schule getan? Die allgemeinen bildungspolitischen Unruhen und Umwälzungen sind bekannt, darauf will ich nicht eingehen. Ich beziehe mich in meinen Überlegungen hauptsächlich auf unsere Schule, sofern das bei den derzeitigen Zentralisierungsbestrebungen in allen schulischen Bereichen überhaupt möglich ist.


Welche (personellen) Veränderungen gab es in der Schule? Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule? Welche Entwicklungen wurden fortgesetzt oder eingeleitet?


Ich beginne mit der Beantwortung der 1. Frage: Herr OStR Prof. Dr. Gottfried Hofmann-Wellenhof hat mit 1. September 2014 seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten. Herr MMMag. Roman Lorenz nimmt in diesem  Schuljahr sein Sabbatical  in Anspruch, ihn vertritt Frau Mag. Julia Fenninger. Frau Mag. Magdalena Strauß verstärkt das BE-Team. Derzeit absolvieren 6 JunglehrerInnen ihr Unterrichtspraktikum am Akademischen Gymnasium: Mag. Georg Egger (GWK, BUS), Mag. Ronja Gallauer (D,PuP) DI Mag. Norbert Galler (D, CH), Mag. Astrid Mairitsch (E, PuP), Mag. Monika Mitterbauer (GWK, GSPB) und Mag. Andreas Tangl (D, kath. Rel.).


In diesem Schuljahr besuchen 557 Schüler und Schülerinnen das Akademische Gymnasium. Wir freuen uns über 3 sehr gut besuchte (28/25/28) erste Klassen. Eine Klasse wird bewusst mit 25 SchülerInnen geführt. Die diesjährigen 6. Klassen (insgesamt 52 SchülerInnen) wurden von 3 auf 2 Klassen zusammengelegt.


Das Schuljahr 2014/2015 steht ganz im Zeichen der zentralen Reifeprüfung. Schon im vergangenen Schuljahr legten unsere  MaturantInnen sehr erfolgreich ihre Klausuren in Deutsch, Englisch und Französisch mit zentralen Aufgabenstellungen ab. Ab diesem Schuljahr werden alle schriftlichen Aufgaben zentral gestellt.


Die Vorbereitung auf die standardisierte, kompetenzorientierte Reifeprüfung bindet sehr viele Ressourcen: Die Neue Reifeprüfung besteht ja bekanntlich aus 3 Säulen: Vorwissenschaftliche Arbeit, schriftliche Reifeprüfung und mündliche Reifeprüfung. Die SchülerInnen müssen am Ende der 8. Klasse in allen Fächern positiv sein, um zur Matura antreten zu können – eine Jahresprüfung im Rahmen der Reifeprüfung gibt es nicht mehr. Falls ein Schüler/eine Schülerin am Ende der 8. Klasse doch in einem Fach negativ ist, muss er/sie in der Zeit zwischen Notenschluss und Beginn der Klausuren eine Wiederholungsprüfung ablegen. Fallen Klausuren negativ aus, können die KandidatInnen diese in Form von (auch wieder zentral gestellten) mündlichen Kompensationsprüfungen zwischen schriftlicher und mündlicher Reifeprüfung ausbessern. Ein „Zusatz“ ist nicht mehr vorgesehen.


Grundsätzlich müssen alle SchülerInnen eine vorwissenschaftliche Arbeit verfassen und präsentieren, d.h. auch, dass alle LehrerInnen per Gesetz bis zu drei Arbeiten betreuen müssen (bis 5 freiwillig können), wenn SchülerInnen an sie herantreten. Da die SchülerInnen schon in der 7. Klasse ihre Themen und damit ihre BetreuerInnen wählen, kann die Betreuungsarbeit für den Lehrer/die Lehrerin einen großen zusätzlichen Aufwand bedeuten.


Die SchülerInnen wählen 3 oder 4 Klausuren und treten in 3 oder 2 Fächern mündlich an.


Die schriftlichen Aufgaben werden, wie schon erwähnt, zentral gestellt, für die mündliche Reifeprüfung sind sogenannte Themenkörbe (Themenbereiche) zu befüllen. Bei der Prüfung zieht der Kandidat/die Kandidatin zwei Themenbereiche, legt einen zurück und bekommt zum gewählten Themenbereich eine Frage gestellt.


Die Kommission besteht aus Vorsitzendem/Vorsitzender, Direktor/Direktorin, Prüfer/Prüferin, Beisitzer/Beisitzerin, Klassenvorstand/Klassenvorständin. Die Vorbereitung der KandidatInnen muss in einem eigenen Raum unter Aufsicht stattfinden. Der logistische Ablauf der Reifeprüfung ist an der Schule zu regeln, dafür gibt es keine „Muster“; fest steht, dass er, bezogen auf personelle Ressourcen, Zeit und Raum eine große Herausforderung darstellen wird.


Da sich die Fachschaften, aber auch Direktion und Administration intensiv mit der neuen Reifeprüfung beschäftigen müssen, wurde in einer Konferenz gemeinsam beschlossen, dieses Schuljahr zu einem „beruhigten“ Schuljahr zu erklären, was so viel bedeutet wie: Wir alle nehmen darauf Bedacht, die Unterrichtsstunden zu sichern, d.h. dass möglichst wenig Stunden (und wenn, nur nach Rücksprache mit den KollegInnen) von jeweils anderen Fächern für Zusatzaktivitäten verwendet werden dürfen. Das bedeutet aber auch, dass wir in diesem Schuljahr weniger von außen an uns heran getragene Projekte durchführen werden.


Trotz aller neuen und zusätzlichen Aktivitäten soll aber unser zweiter Schwerpunkt, die Förderung von Begabungen und Interessen, keinesfalls vernachlässigt werden. Zu diesem Schwerpunkt bekannte sich das Kollegium – und dieses Bekenntnis soll weiterhin richtungsweisend für das Akademische Gymnasium sein. Um dies zu gewährleisten, muss auch die gemeinsame Fortbildung im Rahmen der SCHILF (schulinternen LehrerInnenfortbildung) dahingehend ausgerichtet sein. Die Unterrichtsentwicklung zur Begabungs- und Begabtenförderung (Themenbereiche: Leistungsdiagnose, Methoden der Förderung, sprachspezifische Fachzugänge u. dgl.) wird in der nächsten Zeit im Mittelpunkt stehen.


Die zwei Hauptthemen, die für SQA (Schulqualität in der Allgemeinbildung) auch offiziell zu definieren sind, sind für das Akademische Gymnasium somit die standardisierte, kompetenzorientierte neue Reifeprüfung (vom Ministerium vorgegeben) und die Begabungs- und Begabtenförderung (von der Schule gewählt). Gerade unser „Hausthema“ erfordert einen großen Einsatz des engagierten Expertenteams, das stets bemüht ist, das gesamte Kollegium mit ein zu beziehen. All unsere pädagogischen Bestrebungen sollen schließlich in ein Ziel münden: Sie müssen beim Schüler/bei der Schülerin ankommen. Wir achten sehr auf unsere SchülerInnen und versuchen, bei Bedarf individuelle Lernwege zu ermöglichen. Das wird erfreulicherweise auch so wahrgenommen; so erhielt die Schule von der Stadt Graz  den „Grazia-Preisfür „Begabungsförderung als Selbstverständnis“ (1. Preis der Gymnasien), und im November wurde uns in der Akademie der Wissenschaften in Wien zum zweiten Mal das „Young Science Gütesiegel für die herausragende Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen verliehen.


Diese Auszeichnungen sind Belohnung und Auftrag zugleich. Ich werde mich bemühen, und ich bin überzeugt, ich spreche für das Kollegium, das Akademische Gymnasium auch künftig als eine verlässliche Allgemeinbildungseinrichtung zu führen, in der junge Menschen zu Persönlichkeiten heranreifen können.


Hildegard Kribitz

im Dezember 2014


 

 

 

 

 

 
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